Shared Digital Futures

Datum: 12./14./15. Juni, 2013

Ort: Wien, Kunsthalle Wien Karlsplatz, MAK, Rhiz

Die neuen Zugänge zu Kultur: ist ein Workshop für Kulturinstitutionen und im Anschluss eine öffentliche Diskussion über Österreichische Kulturinstitutionen und ihre Zukunftsperspektiven. (12. Juni MAK Wien) Mehr →

Shared Digital Futures ist eine  Konferenz, welche die Auswirkung digitaler Netzwerke und Technologien auf Kulturproduktionen untersucht. (14./15. Juni Kunsthalle Wien, Rhiz)

Überblick: Panels, Debates and Events (englisch)

 

Im letzten Jahrzehnt hat sich das Phänomen Digitalisierung in unserer Gesellschaft stark ausgebreitet, ist in Archive eingedrungen und hat Produktion als auch Distribution weitgehend transformiert. Die etablierte Arbeitsteilung wird in Frage gestellt und große Herausforderungen stellen sich an Theorie und Praxis verschiedenster kultureller Bereiche. Bei „Shared Digital Futures“ wird eine diverse Gruppe von Personen – KünstlerInnen, ForscherInnen, KritikerInnen, UnternehmerInnen und ein engagiertes Publikum – Erfahrungen austauschen, Ideen diskutieren und über essentielle Herausforderungen an unserer Gesellschaft reflektieren:

  • Wie kann ein erweiterter Zugang zu digitalen Netzwerken einer möglichst unterschiedlichen Kulturlandschaft nützen?
  • Welche Möglichkeiten ergeben sich durch das Verschwimmen von Grenzen zwischen KünstlerInnen und Publikum?
  • Was bedeutet es, wenn kulturelle Arbeiten als fertiggestelltes Werk und gleichzeitig als Basis für neue Arbeiten aufgefasst werden?

Die breite Widerstand gegen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) Anfang 2012 zeigt, dass aktuelle Versuche ein Geschäftsmodel für kulturelle Betriebe zu unterstützen in eine Sackgasse geraten. Simpel das bestehende Urheberrecht zu verlängern funktioniert nicht nur einfach nicht, sondern ist auch politisch nicht länger tragbar.

Diese veränderten Umstände haben zu einer Vielzahl von Entrüstungen seitens AutorInnen und Verlagen geführt, welche die Basis westlicher Kultur bedroht sehen und relativ wenig neue Ideen und Zugänge, wie das Urheberrecht in Zeiten des Wandels adaptiert werden kann, wahrnehmen. Findet einfach nur ein Wandel von alten Monopolen, basierend auf Urheberrecht, Finanzierung und Distribution, zu neuen Monopolen, basierend auf Zugang, Intelligent Filtering und Interaktivität, statt?

Aber die Zukunft ist ungewiss und daher besteht ein dringendes Bedürfnis diese Themen zu diskutieren.

Aus dem Blickpunkt einer neuen Solidarität zwischen KünstlerInnen und Publikum, zwischen innovativen Kulturproduzenten und einer interessierten Öffentlichkeit, trägt „Shared Digital Futures“ zu diesen Debatten bei. Ein Standpunkt, bei dem sich verbesserter Zugang und größere Möglichkeiten treffen.

Teilnehmer: Philippe Aigraine (FR), Michel Bauwens (BE), Ewen Chardronnet (FR), Dirk Gehlen (DE), Lena Henningsen (DE), Eric Kluitenberg (NL), Jamie King (UK), Zoe Leela (DE), Jonathan Saldanha (PT), Olivier Schulbaum (SP) (u.v.m.)

 

„Shared Digital Futures“ bietet Präsentationen, offene Diskussionen, Workshops und Live-Performances.